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Christian Lake (SPALECK) und Michael Kannengießer (Koslow) im Expertenaustausch zum Metallrecycling. Im Hintergrund sieht man einen SPALECK ActiveFEED Aufgabebunker.
Allgemein, Förder- & Separiertechnik

Warum die exakte Siebung im Metallrecycling stark über die Sortierqualität mit entscheidet

ActiveFEED Metallrecycling Siebmaschinen

Lesezeit 8 Minuten

Mann in weißem Hemd vor blauem Hintergrund mit Pfeil.

Von Christian Lake

Veröffentlicht: 27.10.2026

Aktuallisiert: 27.10.2026

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Blog Inhaltsverzeichnis

Wie Anlagenbetreiber mit der richtigen Siebtechnik und deren Auslegung höhere Erträge und reinere Sortierqualitäten erzielen können

Beim Thema Metallrecycling denken viele Recycler zunächst immer noch an Begriffe wie Eddy Current, XRF, XRT, NIR oder LIBS. Kurz gesagt an Sortiertechnik und Sortiergeräte, die mit einem optischen, sensor- oder röntgen-basierten Funktionsprinzip das Material nach Farbe, Form oder z.B. chemischer Zusammensetzung sortieren.

In der Praxis geschieht dies heute selbstverständlich auch mit KI-Unterstützung sowie in einer Kombination der genannten Funktionsprinzipien in einem Sortiergerät (Stichwort Kombigeräte).

Blickt man jedoch auf ein typisches Prozessschaubild von Sortierlinien, so wird eines schnell deutlich: Alle genannten Sortiertechnologien und -verfahren befinden sich am Ende des Aufbereitungsprozesses.

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Im Fokus: Die Optimierung des Gesamtprozesses

In den vergangenen Jahren hat das wirtschaftliche Aufbereiten von Metallen stark an einer gesamtwirtschaftlichen Bedeutung zugenommen. Grüner Stahl, der Schutz von Ressourcen und nicht zuletzt der Wettlauf um wertvolle Seltene Erden treibt die Innovation im Metallrecycling voran.

Als Experten für Siebmaschinen arbeiten wir seit mehreren Jahrzehnten gemeinsam mit unseren Kunden, den international agierenden Recyclern, an der Optimierung deren Prozesse. Dabei setzt sich in der Kreislaufwirtschaft immer stärker eine gesamtheitliche Sicht auf die Aufbereitung durch. Also von der Sammlung, über die Vorbereitung, Zerkleinerung, Siebung, Zufuhr und Sortierung der Metalle.

Ziel ist es, in jedem Prozessschritt das Optimum für den nächsten Schritt herauszuholen bzw. zu ermöglichen.

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Die Siebung als einer von zwei wesentlichen Schlüsseln für eine bessere Sortierqualität

Die folgende Animation zeigt das Ziel eines jeden Metallrecyclers: Die optimale Performance seiner Sortiergeräte. Beim Blick auf die Animation wird deutlich, dass ein Sortiergerät um so besser performt, je besser die Inputqualität und die Zuführung des Materials ist.

 

Bei der Inputqualität profitieren Sortiergeräte unter anderem von:

  • einer Zufuhr des Material nur in den für den jeweiligen Sortierschritt optimalen Kornbandverteilung.
    Übersetzt heißt das, dass das Sortiergerät nur eine bestimmte Range an Materialgrößen gut verarbeiten kann. Ist das Material zu klein, zu groß oder zu lang, so kommt es unweigerlich zu Fehlwürfen und Falschdetektionen. Die Sortierquälität sinkt.
  • der exakten Absiebung von Feinanteilen
    Das Ursachen-Wirkungsprinzip dahinter ist einfach: Feinanteile und Staub bedeuten Schmutz. Und Schmutz versaut im wahrsten Sinne ebenfalls das Sortierergebnis. In der Praxis verdreckt die hochwertige Sortiertechnik oder der Feinanteil kann sich zum Beispiel zwischen den Magneten des Wirbelstromscheiders und dem Förderband festsetzen und hier Beschädigung verursachen.
  • der exakten Absiebung von Langteilen
    Die nachfolgende Animation verdeutlicht die Problematik von Langteilen. Werden diese nicht ausgesiebt, so kann der Sortierer sie oftmals zwar richtig detektieren. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften auf dem Förderband werden Waste-Teile, wenn sie in Flussrichtung mit dem Band liegen, jedoch oftmals über den Splitter geworfen. Zur Anschaulichkeit vergleichen wir das Flugverhalten von Langteilen gerne mit dem eines langen Speers. Dieser fliegt auch viel, viel weiter als das vom Sortiergerät eigentlich benötigte Kornband.

Mit der Siebung können Sie also ganz einfach dafür sorgen, dass nur das richtige Material in der korrekten Größe zu Ihrer Sortiertechnik gelangt. Das schützt zudem vor Beschädigungen (z.B. durch ungewolltes Aufstellen von Großteilen auf dem Band).

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Die optimale Siebtechnik im Metallrecycling – oder anders gesagt:
Siebmaschine ist nicht gleich Siebmaschine

Neben der Sortierqualität geht es dem Recyclingunternehmen immer auch um das Erzielen guter und wirtschaftlicher Durchsätze.

Aus der Erfahrung aus vielen Retrofit-Projekten weiß ich, dass eine vorhandene Siebmaschine oftmals zwar den geforderten Durchsatz erreicht. Und trotzdem ist sie oftmals die falsche Siebmaschine für das Kundenprojekt.

Das klingt zunächst vielleicht widersprüchlich, doch ich löse es gerne direkt mit zwei konkreten Beispielen auf:

Erstes Beispiel: Trommelsiebmaschine versus Wertstoffsieb für das Metallrecycling

Zweites Beispiel: Die vorhandene Siebtechnik verursacht viele Probleme und wird ersetzt

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Praxisbeispiel I: 11 bis 13 Prozent mehr zurückgewonnene Nichteisenmetalle

Trommelsiebmaschine versus Wertstoffsieb für das Metallrecycling

Wie groß der Unterschied zwischen Durchsatz mit suboptimaler Siebqualität und Durchsatz mit optimaler Siebqualität sein kann, haben wir gemeinsam mit dem Metallrecycler Koslow erlebt.

Das Unternehmen verarbeitet an seinem Standort in Wörth an der Isar mehr als 180.000 Tonnen metallhaltige Fraktionen pro Jahr. Dazu gehören unter anderem Altfahrzeuge, Eisenschrotte, Schredderleicht- und Schredderschwerfraktionen sowie Elektro- und Elektronikaltgeräte.

Das damals eingesetzte Trommelsieb erreichte zwar den erforderlichen Durchsatz. Mit der Siebqualität war Koslow jedoch nicht zufrieden. Langteile und große Mengen feines Material gelangten durch die Sieböffnungen in der Trommel ungewollt in die Zielfraktion und damit in den nachgelagerten Sortierprozess.

Deshalb haben wir 2013/2014 unterschiedliche Original-Materialien des Kunden im SPALECK TestCenter gemeinsam mit dem Kunden untersucht und so eine optimierte Siebtechnologie und ein spezielles Maschinensetting für den Kunden erarbeitet.

Das Vergleichsergebnis war deutlich:
Koslow konnte allein durch die optimierte Siebung 11 bis 13 Prozent mehr Nichteisenmetalle pro verarbeiteter Input-Tonne zurückgewinnen. Denn durch die exakte Klassierung werden seit der Umstellung von einer Trommelsiebmaschine auf ein Wertstoffsieb der Feinanteil wie auch Langteile zuverlässig abgesiebt.

→ Erfahren Sie hier mehr dazu, wie der Metallrecycler Koslow mit dem Umstieg von einer Trommelsiebmaschine auf eine für das Metallrecycling optimierte Siebmaschine profitiert.

Luftbild einer SPALECK Siebmaschine für das Metallrecycling. Die Maschine ist eingebettet in einer Metallrecyclinganlage und gibt insgesamt drei nach Größe sortierte Fraktionen in die Anlage ab.
Elf bis dreizehn Prozent mehr zurückgewonnene NE-Metalle: Diesen Effekt erzielte Koslow allein durch die Optimierung der Siebung.

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Praxisbeispiel II: Aus zwei Siebmaschinen mach eine

Die vorhandene Siebtechnik verursacht viele Probleme und wird ersetzt

Ein weiteres aktuelles Beispiel konnten wir für den österreichischen Metallrecycler Gaugl realisieren. Dieser war mit der neuen Siebtechnik eines anderen Herstellers in seiner gerade erst errichteten NE-Aufbereitungsanlage nicht zufrieden. Feinanteile und Schmutz wurden verschleppt. Die beiden Siebmaschinen standen für ungewollte Reinigungen oft still.

Mit dem Wechsel auf nur eine 3D COMBI Siebmaschine konnten die Probleme einer unsauberen Materialverteilung gelöst werden.

→ Auch hier verlinke ich Ihnen den Erfahrungsbericht wie das Metallrecyclingunternehmen mit der richtigen Siebtechnik profitiert: Austausch von zwei Siebmaschinen durch eine 3D COMBI Siebmaschine.

 

metallrecyclinganlage gaugl mit spaleck sieb
Die SPALECK 3D COMBI Siebmaschine rechts im Bild ersetzt gleich zwei vorherige Siebmaschinen und liefert optimale Siebergebnisse für die weitere Aufbereitung der Nichteisenmetalle.

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5 Fragen, die ich bei Problemen mit der Sortierqualität zuerst prüfen würde

Bevor ein Anlagenbetreiber über zusätzliche oder neue Sortiertechnik nachdenkt, würde ich mir den Prozess davor ansehen:

  1. Erzeugt die vorhandene Siebtechnik tatsächlich die Kornbänder, die meine Sortiertechnik benötigt?
  2. Wie viel Feinanteil gelangt fälschlicherweise in meine Zielfraktion?
  3. Ist meine Zielfraktion nahezu frei von Langteilen?
  4. Ist die eingesetzte Siebtechnik wirklich auf mein Material abgestimmt?
  5. Wie sieht mein Siebergebnis unter realen Produktionsbedingungen aus?

Wenn auch nur bei einer Frage aus Ihrer Sicht Optimierungspotenzial besteht, dann lohnt sich ein genauer Blick auf Ihr Material und die Siebtechnik.

Mein Angebot an Sie: Testen Sie Ihr Material im SPALECK TestCenter. Dieser Service ist kostenlos. Gemeinsam mit Ihnen schauen wir uns das Optimierungspotenzial im Bereich der Siebtechnik an. Sie sehen direkt, was tatsächlich in Ihrem Material steckt und wie sie die optimale Siebqualität für Ihren weiteren Aufbereitungsprozess nutzen können.

Jetzt umfangreiche Versuche mit Ihrem Material im SPALECK TestCenter buchen – natürlich kostenlos!

 

Das SPALECK TestCenter bietet Recyclingunternehmen die Möglichkeit, ihre Materialaufbereitung mit SPALECK Siebmaschinen und Fördertechnik zu optimieren.
Das SPALECK TestCenter in Bocholt. Hier testen wir gemeinsam mit internationalen Recyclingunternehmen deren reale Recyclingmaterialien und optimieren so die Siebung für die nachfolgende Sortiergeräte.

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Und was kommt nach der Siebung?

Die richtige Korngröße ist nur eine von zwei wesentlichen Voraussetzungen für eine gute Sortierung.

Mindestens genauso wichtig ist die eigentliche Materialzufuhr zum Sortiergerät. Denn auch ein optimal klassiertes Material hilft wenig, wenn das Sortiergerät zeitweise leerläuft oder kurz darauf mit zu viel Material beschickt wird. Darunter leidet die Sortierqualität und Wirtschaftlichkeit.

Der Schlüssel ist hier die kontinuierliche, störungsfreie Materialzufuhr zur Sortiertechnik.
Genau das war auch bei Koslow und Gaugl der nächste Hebel, um die Wirtschaftlichkeit und Effizienz der gesamten Sortierlinie noch weiter zu steigern. Nach der Siebtechnik haben beide Unternehmen deshalb die Materialzufuhr zur Sortiertechnik mit dem SPALECK ActiveFEED weiterentwickelt.

Details zum Retrofit-Projekt mit insgesamt 8 ActiveFEED Aufgabebunkern verlinke ich Ihnen hier: Wie Koslow mit dem ActiveFEED seine Produktion effizienter und wirtschaftlicher macht.

 

Michael Kannengießer (Koslow) und Christian Lake (SPALECK) stehen vor der Sensorsortieranlage für Metallrecycling. Links und rechts von ihnen steht jeweils ein SPALECK ActiveFEED Aufgabebunker, welche die Materialzufuhr für die Sortiergeräte im Metallrecycling optimieren.
Michael Kannengießer (Koslow) und Christian Lake (SPALECK) mit der ActiveFEED Technologie. In einem Retrofitprojekt hat die Iwan Koslow GmbH & Co. KG die Materialzufuhr für die Sensorsortierung komplett auf den SPALECK ActiveFEED umgerüstet.

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Mein Fazit

Wer die Sortierung verbessern will, sollte vor dem Sortiergerät anfangen. Im Metallrecycling investieren Unternehmen zu Recht in leistungsfähige Sortiertechnik. Ich würde bei der Optimierung einer bestehenden Anlage bzw. beim Neubau einer Sortieranlage neben der Sortiertechnik zwingend immer auch auf die optimale Siebung und Materialzufuhr schauen. Denn beides sind wesentliche Hebel für ein Plus an Wirtschaftlichkeit.

Gerne berate ich Sie persönlich zu unserer Philosophie “BEST SCREENING. BEST INFEED. FOR BEST SORTING QUALITY.”

 

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