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Recyclingtechnik, -material und prozesse

Metall­recycling

Auf dieser Seite bieten wir Ihnen als Recyclingexperten und -unternehmen umfassende Informationen zum Metallrecycling. Erfahren Sie, warum wir der Überzeugung sind, dass ein optimales Siebergebnis in Kombination mit einer konstanten Materialzufuhr Ihren Profit bei der Sortierung und dem Metallrecycling maßgeblich positiv beeinflussen – und zugleich der Umwelt nutzen.

Arbeiter überwacht Förderband in Recyclinganlage.

Führende Sieb­technologie und Material­zufuhr für maximalen Ertrag

Die wirtschaftliche und effiziente Rückgewinnung von sauberen Metallen wie Eisenschrotte, Aluminium, Edelstahl (VA), Kupfer, Messing, Zink sowie Metalllegierungen steht im Mittelpunkt der Aufbereitung von Altmetallen.

Siebmaschinen von SPALECK helfen Ihnen dabei, das Inputmaterial trennscharf nach Größe zu klassieren. Dabei profitieren Sie z.B. von unseren 3D-Siebbelägen. Mit ihnen bleibt Ihre Zielfraktion frei von ungewollt eingetragenen Langteilen.

Profitieren Sie auch vom SPALECK ActiveFEED Aufgabebunker, der das Material in der für Ihre Sortiertechnik optimalen Menge automatisch zuführt.

Gemeinsam mit Ihnen stimmen wir die SPALECK Förder- und Separiertechnik optimal auf Ihren Recyclingprozess, die eingesetzte Zerkleinerungs- und Sortiertechnik sowie die speziellen Anforderungen Ihres Materials ab.

TYPISCHE AUSGANGS­MATERIALIEN IM METALL­RECYCLING

SCHERENSCHROTT

In der Praxis unterscheidet man meistens, leichten (3-6 mm Stärke) und schweren Scherenschrott (über 6 mm Materialstärke) – sogenannten E1 und E3 Stahlschrott in definierten Abmessungen. Daneben gibt es diverse andere Stahlschrottsorten. Typische Ausgangsmaterialien sind z.B. Rohre, Leitplanken, Spundwände, Stahlbleche und Eisenbahnschienen. Aber auch Industrieabfälle, Stahlschrotte, Moniereisen sowie Industrie- und Heizungsanlagen zählen dazu.

Scherenschrott im Metallrecycling

SCHREDDERSCHROTT

Schredderschrott, in der Praxis auch als Schredderstahlschrott E40 bekannt, wird beim Zerkleinern von Metallen und deren Verbunden durch eine magnetische Separation (Magnettrommeln) gewonnen. Schredderstahlschrott ist magnetischer Eisenschrott in definierter Schüttdichte und Abmessung. Nach der Rückgewinnung des magnetischen Stahlschrottes verbleibt die Schredderschwerfraktion mit Anteilen von Aluminium, Kupfer, Edelstahl, metallischen Verbunden und anderen Metallen zur weiteren Aufbereitung. Sowohl die Schwer- als auch die Schredderleichtfraktion enthalten zudem ein Gemisch aus Kunststoffen, Holz, Glas, Gummi sowie weiteren NE-Metallen.

Schredderschrott im Metallrecycling

ALUMINIUMSCHROTTE

Beim Recycling von Aluminiumschrotten geht es um die Rückgewinnung und Wiederverwertung von sauberem Altaluminium.

Aluminiumschrott besteht dabei z.B. aus Alublechen, gestanzten Aluminiumresten, Profilen, Aluminium-Guss aus dem Automobilrecycling, oder auch Autofelgen oder Industrieabfällen wie Spänen oder Alufolien.

Man unterscheidet in der Praxis je nach „Verursacher“ zwischen Post-Production- und Post-Consumer-Aluminium. Zum letzteren gehören z.B. Aludosen oder Aludeckel von Lebensmittelverpackungen.

Haufen von recyceltem Metall.

AUTO SHREDDER RESIDUE (ASR)

Werden Altautos geschreddert, so wird oftmals zunächst die flugfähige Leichtfraktion, auch bekannt als Schredderleichtfraktion oder SLF abgesogen. Anschließend erfolgt die Abtrennung des Stahls und der Eisenwerkstoffe mittels Magnettechnik.

Das Material, das nach der Windsichtung und der FE-Abtrennung übrig bleibt, wird als Schredderschwerfraktion (SSF oder im Englischen SHF) bezeichnet. In Nordamerika wird die enthaltene Leichtfraktion meistens erst nach dem Schreddern aus der magnetischen Eisenfraktion heraus mittels sogenannter Z-Boxen abgetrennt.

Auto Shredder Residue (ASR) Material mit typischen Bestandteilen vor der Sortierung im Recycling

ELEKTROSCHROTT

Unter Elektroschrott oder Elektronikschrott bezeichnet man Elektro- und Elektronikgeräte sowie Elektroaltgeräte, die dem Recycling zugeführt werden.

Ziel ist es die Altgeräte so aufzubereiten, dass die Einzelbestandteile aus Metallen wie Kupfer, Aluminium, Edelmetallen, Kunststoffen, Platinen, etc. möglichst sortenrein recycelt werden können. Die Prozesse zur Aufbereitung und Rückgewinnung der verschiedenen Altgeräte-Kategorien (Kühlgeräte, Haushaltskleingeräte, Bildschirme, usw.) sind spezialisiert und bedürfen ausgepfeilter Sieb-, Materialzuführ- und Sortiertechnik, um sortenreine Produkte zu erzielen.

Alte Leiterplatten für Metallrecycling auf weißem Hintergrund.

MV-SCHLACKEN UND ROSTASCHE

Bei der energetischen Verwertung von Hausmüll fällt Rostasche, sogenannte MV-Schlacke in der Müllverbrennungsanlage (MVA) an. Diese macht im Durchschnitt rund 30 % des Inputs einer MVA aus und enthält zu rund 90 % mineralische Anteile, gefolgt von bis zu 8 % Eisenmetallen und rund 2-3 % Nichteisen-Metalle. Zudem sind hier interessante Anteile an Edelmetallen in den Nichteisenmetallen enthalten, welche in ganz bestimmten Korngrößen und Fraktionen enthalten sind. Aufgrund des enthaltenen Anteils an Restfeuchte des Materials, ist die optimale Siebtechnik und Zuführung nur etwas für Spezialisten wie SPALECK.

Nahaufnahme von recyceltem Metallmaterial, geeignet.

Umfangreiche Siebversuche und Zufuhroptimierung für beste Sortierergebnisse

Testen Sie Ihr Material kostenlos im SPALECK Testcenter

Pro Jahr führen wir mit unseren Kunden hunderte Materialtests im SPALECK TestCenter durch. Das Ziel: Die optimale Klassierung und Materialzufuhr für beste Performance der nachgelagerten Sortiertechnik beim Metallrecycling. 

Mann in weißem Hemd zeigt mit Finger nach rechts

Der Tipp für Ihr Projekt

Innovation HUB FÜR IHR RECYCLING­PROJEKT

VON FÜHRENDEN RECYCLERN EMPFOHLEN

Reale Versuche mit Ihrem Material auf zwei kompletten Recyclinglinien für Sieb- und Zuführtechnik.

Gerne beraten wir Sie zu Ihrem kostenlosen Versuchstag im SPALECK TestCenter. Unser Ziel: Die beste Lösung für Ihr Recyclingmaterial.

SPALECK Recycling­technik für Ihr Metall­recycling

Zugeschnitten auf Ihre Anwendung
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Zugeschnitten auf Ihre Anwendung
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Bis zu 5 Siebschnitte pro Maschine
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Erfolg für Ihre Aufbereitung
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Verschiedene Metallstücke auf schwarzem Hintergrund, möglicherweise für MODUL68 RZ geeignet.

SPALECK ACTIVFEED

Optimieren Sie Ihre Sortierung auf Knopf­druck - mit dem SPALECK ActiveFEED

Der ActiveFEED Aufgabebunker ist ein absoluter No Brainer für das Metallrecycling. Denn Sie stellen die optimale Tonnage für das jeweilige Material als Zufuhrmenge für Ihren Sortierer ein – und der ActiveFEED liefert diese auf Knopfdruck. Das bringt Ihnen optimale Sortierqualität, eine bestmögliche Auslastung Ihrer Linie und maximalen Erfolg für Ihre Sortierung. 

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Unsere Spaleck Topseller fürs Metallrecycling

Für jedes Metall die optimale Technik

ELEKTROSCHROTT­RECYCLING

Hochmoderne WEEE-Anlage bei IMMARK

Beste Sortierqualität, effizientes Elektroschrott-Recycling und ein perfektes Zusammenspiel der einzelnen Prozessschritte: Immark setzt auf modernste Technik – auch von SPALECK.


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Beispiele unserer Metallrecycling-Anlagen

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Siebmaschinen für Metallschrott

Erzielen Sie bis zu 5 Siebschnitte mit nur einer Siebmaschine

In der Animation zeigen wir Ihnen das Funktionsprinzip der Siebung. Hier ist es eine Zweidecker-Siebmaschine. Im Oberdeck verfügt sie über unsere 3D-Siebtechnik und im Unterdeck nutzen wir die Spannwellen-Siebtechnik für die Absiebung des Feinanteils.

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Schrott­recyclinganlage für Elektroschrott, ASR & SHF

Professionelle Metall­aufbereitung

Das Unternehmen Koslov zählt zu einem der führenden Metallaufbereiter in Deutschland. Sehen Sie hier das Beispiel eines SPALECK Eindecker-Siebs für Metallschrott.

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Förderrinnen für die Schrottaufbereitung

Entscheidend ist die optimale Zuführung

Sortiergeräte performen am besten, wenn die eingesetzte Fördertechnik diese richtig versorgt. Gemeinsam mit Ihnen definieren wir bereits in der Planung Ihrer Anlage die optimale Materialzufuhr.

Haufen von Metallschrott, darunter Elektrospulen, die als 'Meatballs' bezeichnet werden.
Person hält ein schwarzes Schild vor dem Körper.

Sortenreine E40 Fraktionen, arm an Kupferverun­reinigungen

Lösungen für saubere Eisen­fraktionen

Aufgrund ihrer rötlichen Farbe und Form werden Elektrospulen unter Recyclern als Meatballs, also Fleischbällchen bezeichnet. Das Problem dieser stark kupferhalten Spulen ist, dass sie aufgrund ihres magnetischen Kerns bei der Magnetsortierung im Eisenanteil landen können. Der Fe-Anteil beim Recycling wird in der Regel eingeschmolzen. Kupferanteile können hier zu einer schlechteren Stahlqualität führen.

Zum Entfernen der Meatballs können verschiedene Techniken zum Einsatz kommen:
Als Hersteller von Siebmaschinen bieten wir Ihnen in Zusammenarbeit mit einer magnetischen oder auch einer sensorbasierten Sortierung sehr effiziente Lösungen, um den Anteil an Meatballs im Materialstrom zu senken. Gerne beraten wir Sie hierzu!

So werden Meatballs z.B. durch Überlaufmagneten, händische Sortierung sowie sensorgestützte Sortiersysteme entfernt. Auch hier gilt: Best Screening = Best Sorting. Das heißt, je besser mein Siebergebnis, desto besser ist der nachgelagerte Sortierprozess.

OPTIMALE PROZESSE FÜR IHRE RECYCLINGTECHNIK

Schutz für Technik & Profit

Das Metall-Recycling stellt hohe Anforderungen an die eingesetzte Technik. So kann schon ein falsches Schwerteil zu kostspieligen Beschädigungen und hohen Stillstandzeiten führen. Typische Beispiele sind hier Beschädigungen des Schredders durch zu große Teile. Eine zu hohe Abnutzung durch Schutt und Organik oder beispielsweise auch hochfliegende Metallteile, welche die Sensortechnik beschädigen kann. Unsere SPALECK Förder- & Separiertechnik hilft Ihnen, Ihr Equipment zu schützen und die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen.

Optimale Siebqualität

Sand, Dreck, Störstoffe oder zu große Teile bedeuten nicht nur einen höheren Materialverschleiß beim Schreddern, sondern stellen auch eine unmittelbare Gefahr für kostspielige Reparaturen dar.

Schützen Sie Ihre wertvolle Zerkleinerungs- und Sortiertechnik mit dem richtigen Siebschnitt.

Maximaler Ertrag

Leisten Ihre Sortiergeräte wirklich das, was sie könnten? Oder kommt es zu Unter- und Überbelegung der Sortierbänder? Und ermöglichen Ihre Förderrinnen eine optimale Mono-Layer Materialzufuhr?

Gern informieren wir Sie, wie Sie mit einer 1A Siebqualität und Materialzufuhr Ihre Technik schützen und den Ertrag maximieren.

Anpassungsfähige Technik

Steigende Anforderungen an Materialqualitäten, Grüner Stahl, neue Märkte & Wettbewerber: Beim Recycling von Metallen gibt es viele Faktoren, die Ihr Geschäft beeinflussen.

Mit der richtigen Technik können Sie sich beruhigt darauf einstellen. SPALECK bietet Ihnen moderne Siebtechnik, die auch im Nachhinein in der bestehenden Maschine einfach angepasst werden kann.

Optimales Zusammenspiel

Metallrecyclingprozess

Im Recycling müssen alle Prozessschritte optimal aufeinander abgestimmt sein, um beste Sortierergebnisse und wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen. Gerne berate nwir Sie, wie die SPALECK Förder- und Separiertechnik Sie hierbei optimal unterstützt.

Nahaufnahme von Metallwalzen in einer Siebmaschine für Metallrecycling.

Schützen Sie Ihre Zerkleinerungstechnik mit einer guten Siebung

Zerkleinern und Schreddern

Je nach Inputmaterial kommen beim Metallrecycling unterschiedliche Zerkleinerungsmaschinen zum Einsatz. Dazu zählen Schredder, Hammermühlen, hydraulische Scheren, Prallmühlen und Reißer. Bei sehr großem Material (z.B. Tanks oder Schiffen) kann zunächst eine manuelle Zerkleinerung mit Schneidbrennern notwendig sein.

Beim Zerkleinern des Metallschrotts kann SPALECK Technik sowohl direkt vor als auch hinter dem Zerkleinerer zum Einsatz kommen.

Typische Anwendungen sind

  • der Einsatz eines Vorsiebes vorm Schredder. Ziel ist es, den Verschleiß teurer Schredderschneidwerkzeuge durch die Absiebung des Feinanteils zu minimieren.
  • Schutz der Absauganlage vor Verschleiß
  • die Materialaufgabe mittels Aufgaberinne oder ActiveFEED Bunker
  • Schwingförderrinnen hinter dem Schredder
  • Scherenschrottrinnen zur Vergleichmäßigung des Aufgabematerials; wahlweise mit integrierter Siebstrecke
Blick auf das Siebdeck einer SPALECK Siebmaschine für Metallrecycling. Die Siebmaschine siebt dreidimensional und verhindert so, dass ungewollte Langteile in die Zielfraktion gelangen.

BEST SCREENING. BEST SORTING.

Siebung und Klassierung

Unsere Überzeugung ist es, dass eine optimale Siebung entscheidend für den Gesamterfolg beim Metallrecycling ist.

SPALECK Technik ist wichtiger Teamplayer in Ihrer Anlage. Als Ihr Partner im Metallrecycling steht SPALECK für BEST SCREENING = BEST SORTING.

Denn Dank einer sauberen Siebung, frei von Störstoffen und Langteilen, können Ihre Magnetsortierer, Sensorsortierer, Windsichter sowie Röntgensortiergeräte und weitere Sortiertechnik optimal performen.

Das Recyclingmaterial wird diesen Geräte mittels unserer Förder- und Separiertechnik in optimaler Art und Weise sowie Qualität zugeführt.

Industrielle Siebmaschine für Metallrecycling.

Sortierung des Eisenanteils

Magnetsortierung

Die Magnetsortierung kommt unmittelbar nach dem Schreddern zum Einsatz, um den Eisenanteil zu separieren. Dabei unterscheidet man zwei Prinzipien: Aushebende Magnete und überlaufende Magnetsysteme.

Auhebende Magnete

Die aushebenden Magnete werden meist genutzt, um größere eisenhaltige, ferromagnetische Teile gegen die natürliche Schwerkraft aus dem Materialstrom zu heben und zurückzugewinnen. Dazu sind sie 1- oder 2-stufig als Überbandmagneten über dem Förderband positioniert, das den Schredderaustrag transportiert. Zur Erzeugung einer hohen Ausbringung in hoher Reinheit werden bei Großschreddern die Magnettrommeln mittlerweile 2-stufig in Linie angeordnet.
Die verschiedenen Bauformen und Arten an Magneten benötigen eine effiziente Zuführung an Material in guter Körnung, damit die Abtrennung des FE gut gelingt. SPALECK garantiert hierbei eine optimale Verteilung im Zuförderbereich, sowie eine hohe Güte der passenden Korngröße, damit die Wirksamkeit der Magneten greift.
Der Überbandmagnet hat den Vorteil, dass er einen hohen Reinheitsgrad an eisenhaltigem Material produziert. Denn durch das Aushebeprinzip wird sichergestellt, dass möglichst nur der Fe-Anteil separiert wird. Der Aushebemagnet kann als Permanent-Magnet oder als Elektromagnet ausgeführt sein. Das ausgehobene Material wird in beiden Fällen in der Regel mittels eines umlaufenden Bandes am Magneten ausgetragen.
Alternativ kann auch eine Magnettrommel als aushebender Magnet eingesetzt werden. Diese hebt das Material aus dem Strom und transportieren es mit der Drehbewegung der Trommel nach oben, wo es im nicht-magentischen Bereich der Trommel ausgetragen wird.
Das Ziel ist jeweils sowohl die Eisenseparation als auch der physikalische Schutz der nachgelagerten Sensorsortiertechnik.

Überlaufende Magnetsysteme, sogenannte Überbandmagnetscheider, sind in der Regel selbstreinigende Systeme. Sie kommen zum Einsatz, um insbesondere den Feinanteil an eisenhaltigem Material aus dem Förderstrom nach der Zerkleinerung zu trennen.
Typische Ausführungen sind Magnetbandrollen oder Magnettrommeln. Beide System gibt es als Permanentmagnet- oder Elektromagnet-Ausführung mit unterschiedlicher Feldstärke und Bauform. Überlaufende Magnete arbeiten materialberührend. Das magnetische Material wird über das Band bzw. die Trommel geführt.
Das feststehende Magnetsystem sorgt dafür, dass das ferromagnetische Material an dem Band des Magnetbandrollenscheiders bzw. der Gurttrommel anhaftet und abtransportiert wird. Es bleibt solange an dem Magneten, bis es das umlaufende Ende des Magnetfeldes erreicht. Das Magnetfeld reicht in der Regel vom oberen Scheitelpunkt bis zum unteren Scheitelpunkt. Je nach Stärke und Beschaffenheit des Magneten (z.B. Neodym-Permanentmagneten bzw. Stärke des Elektromagneten) können auch gezielt schwachmagnetische oder sehr kleine magnetische Bestandteile aus dem Schreddergut abgetrennt werden. So können z.B. auch unreine Eisenfraktionen (FE-Schmutz) gezielt abgetrennt werden.
Das nicht-magnetische Material wird hingegen am oberen Scheitelpunkt durch die Vorwärtsbewegung des Bandes/der Trommel ausgeworfen. Ziel ist es, insbesondere das Unterkorn von Eisen- und Eisenverbundstoffen zu befreien. Dies schützt die nachgelagerte Sortiertechnik vor erhöhtem Verschleiß und mechanischer Zerstörung durch Schwerteile oder Überkorn und erhöht den Ertrag beim Metallrecycling.

Kombination von aushebenden und überlaufenden Magneten
In der Praxis wird beim Metallrecycling oft auf eine Kombination von beiden Prinzipien gesetzt. So wird zum einen der hohe Reinheitsgrad der aushebenden Methode wie auch das auf hohe Durchsätze fokussierte Prinzip der überlaufenden Magnetsortierung kombiniert.

Metallteile auf Förderband in einer Recyclinganlage mit Laserlinie

NES Sortierer | Nichteisensortierer | Eddy Current Separatoren | Wirbelstromscheider

NES-Sortierung

Der nächste Sortierschritt im Metallrecycling ist der Einsatz von Wirbelstromabscheidern. Diese werden in der Praxis auch NES-Sortierer (Nichteisen-Sortierer) oder Eddy Current Separatoren, kurz “Eddy”, genannt.
Ziel der NES-Sortierung ist es, die wertvollen un- oder nur schwachmagnetischen Nichteisenmetalle aus dem verbleibenden Materialstrom zurückzugewinnen. Das sind primär Aluminium, Kupfer, Messing, Zink und deren Legierungen. Denn diese Materialien sind für ein nachhaltiges und wirtschaftliches Recycling sehr wichtig.

Details

Dazu gibt und verteilt eine Förderrinne das Material auf das Förderband des Wirbelstromscheiders. Das Band wird abgabeseitig angetrieben. Am Ende des NES Sortierers ist eine sich ebenfalls schnell drehende Trommel, die mit Permanentmagneten besetzt ist. Die Magnete bilden abwechselnd einen Nord- und einen Südpol. Durch die hohe Rotation der Trommel (i.d.R. bis zu 4.000 U/min) erzeugt der Eddy Current Sortierer magnetische Wechselfelder. Dadurch werden in den NE-Metallen starke Wirbelströme erzeugt. Das Ergebnis ist, dass diese leitfähigen Metallteile ein eigenes Magnetfeld aufbauen und durch die Wechselfelder des Wirbelstromscheiders abgestoßen werden. Durch den Transport des Materials mit Hilfe des Förderbandes durch das rotierende Magnetfeld, fliegen die abgestoßenen NE-Bestandteile des Materialstroms weiter als die nicht-metallischen Bestandteile, die nur eine kurze Flugbahn haben. Die Trennung erfolgt über einen sogenannten Scheitel: Die nicht-metallischen Reststoffe, wie z.B. Steine, Holz, Kunststoffe, Kabel, metallische Verbunde und ebenso Edelstahl mit der kurzen Flugbahn landen im sogenannten Eddy Drop, also der Restefraktion. Die NE-Metalle landen in der NE-Fraktion. Die Reinheit der Sortierung wird über die Position des Scheitels bestimmt. Manche Recycler nutzen dazu zwei Scheitel. Somit können sie z.B. eine “Premium-Aluminium-Fraktion” erzeugen, eine Fraktion aus einem NE-Mix sowie die Fraktion mit den nicht-metallischen Restmaterialien.

Detailansicht einer Siebmaschine im Metallrecyclingprozess.

Von Induktion bis LIBS

Sensortiergeräte

Beim Metallrecycling kommen verschiedene Arten von Sensortiergeräten zum Einsatz.

Dazu gehören unter anderem:

  • Induktive Sensorsortiergeräte
    Diese Technik erkennt Metalle und metallische Verbunde aufgrund ihrer elektrischen Leitfähigkeit und magnetischen Eigenschaften.

 

  • Optische Sensoren, Kameras und 3D-Sensoren (auch als Kombigeräte)
    Diese nutzen das Prinzip der Lichtreflexion und/oder erfassen die Bauform des Materials, um zusätzliche Merkmale der Objekte zu erfassen und für die Sortierung zu nutzen.

 

  • NIR-Sortiergeräte im Metallrecycling, um kunststoffhaltige Anteile oder Verbunde zu erkennen
    Im Metallrecycling kommen in einigen Anwendungsfällen auch NIR-Geräte zum Einsatz. So hat sich die NIR-Technik zum Beispiel beim Trennen von lackiertem Aluminium und unlackierten Alu bewährt. Zudem wird NIR-Sensortechnik beispielsweise für die Erkennung von PCB-Platinen (Printed Circuit Boards) und Leiterplatten eingesetzt.

 

  • Röntgensortiergeräte
    Im Metallrecycling mittels Röntgentechnik unterscheidet man zwischen XRT und XRF Sortiergeräten. XRT steht dabei für den Begriff Röntgentransmission und XRF für den Begriff Röntgenfluoreszenz. Während XRT Systeme das Material komplett durchleuchten und die Materialdichte im Vergleich zu anderen Objekten erkennt, “screent” die XRF-Sortiertechnik nur die Oberfläche des Materials, um die chemische Zusammensetzung (Materialart) zu analysieren.

 

  • LIBS (Laser Induced Breakdown Spectroscopy)
    Die LIBS-Methode wird zur chemischen Analyse von Metallen (primär Aluminiumlegierungen) eingesetzt und ermöglicht eine sehr hohe Erkennungsgenauigkeit bei bestimmten Materialien.

WÄHLEN SIE IHRE MATERIAL­SORTIER-AUFGABE AUS

Schredderleichtfraktion – was ist was?

Die Schredderleichtfraktion (SLF) entsteht beim Schreddern von Metallabfällen (Schrotten und Verbunden) in Schredderanlagen durch die Entstaubung des Schredders oder einer nachgelagerten Leichtgutabscheidung. Sie kann Materialien wie Schaumstoffe (Polster von Autos), Gummi, Textilfaser, Holz, Kabelstücke, Metallpartikel, Rost, Glas und z.B. mineralische Anteile wie Steine, Sand oder Schmutz enthalten. Die genaue Zusammensetzung kann je nach Inputmaterial stark variieren. In der Regel wird sie direkt nach dem Zerkleinern z.B. über Windsichter vom schweren Material getrennt.

Haufen aus Schredderleichtfraktion mit verschiedenen Materialien

Schredderschwerfraktion (SSF) kurz erklärt

Die Schredderschwerfraktion (SSF, im Englischen Shredder Heavy Fraction (SHF)) besteht aus den schweren Metallteilen und anderen schweren Stoffen, die nach dem Zerkleinern von der Schredderleichtfraktion (SLF) getrennt werden, bzw. nicht im Leichtgutstrom enthalten sind. Die Schredderschwerfraktion besteht typischerweise aus Stahl- und Eisenteilen, NE-Metallen, metallischen Verbunden, VA, Gummi und Kunststoff mit Herkunft aus Altfahrzeugen, aus metallischen Industrieabfällen und z.B. weißer Ware aus dem Elektroschrottrecycling. Das Ziel im weiteren Recyclingprozess ist es, die Eisenmetallen und NE-Metalle zurückzugewinnen, um diese dem Wertstoffkreislauf wieder zuführen zu können.

Haufen von Metallschrott im Recyclingprozess.

Auto Shredder Residue (ASR) was ist das?

Als Auto Shredder Residue, Kurzform ASR, wird die Restefraktion (Drop) eines Eddy Current Separators genannt. Dieser Durchlauf des Wirbelstromscheiders (anderes Wort für Eddy Current) enthält meist zwischen 20-40% Metalle und metallische Verbunde, sowie verschiedene Reststoffe. Zur weiteren Aufbereitung setzen Recyclingunternehmen heutzutage oft mehrstufige Sensortechnik ein, um das Material weiter aufzutrennen und die werthaltigen Anteile zurückzugewinnen. Die wertvollsten Bestandteile sind in der Regel Edelstahlanteile, Kabel, Platinen und weitere metallische Verbunde. Der Rest besteht überwiegend aus Gummi, Kunststoffen, Textilfasern und Holz.

Auto Shredder Residue (ASR) Material mit typischen Bestandteilen vor der Sortierung im Recycling

Was ist ZORBA?

Geschredderter Nichteisen-Metallschrott

Gemäß der Definition des Institue of Scrap Recycling Industries (ISRI) besteht Zorba im Hauptbestandteil aus Aluminium (70-90%). Zudem kann es signifikante Anteile von Kupfer, Messing, Bronze, Edelstahl, Nickel, Zinn und Zink sowie auch Blei und Magnesium enthalten. Die einzelnen Anteile liegen in reiner oder legierter fester Form vor.

Zorba entsteht post Magnet durch Nichteisen-Sortierer, Windsichtung, Flotation, Siebung oder Kombinationen dieser Techniken. Zorba ist in der Regel noch nicht schmelzfähig, sondern wird in der Downstreamsortierung weiter aufbereitet.

Auf dem Metallmarkt unterscheidet man in der Regel drei Materialgrößen beim ZORBA – groß, mittel und klein. Verkauft wird Zorba in der Regel mit einem Verweis auf den geschätzten Anteil seines Aluminiumgehaltes und anderer Nichteisen-Metalle: Zorba 90 enthält somit rund 90 % nicht-eisenhaltiges Aluminium sowie andere wertvolle Altmetalle wie Kupfer, Messing, Zink oder Blei.

Das Zorba-Material sollte weitestgehend frei von anderen Reststoffen und Müll wie z.B. Gummi, Holz oder Folienanteil sein, wobei eine hohe Reinheit von den Abnehmern mittlerweile weltweit gefordert wird und eine gute Aufbereitung erfordert.

Haufen aus Schredderleichtfraktion mit verschiedenen Materialien

Aluminium-Recycling

Der große wirtschaftliche und auch ökologische Vorteil liegt beim Aluminiumrecycling darin, dass beim Einschmelzen nur etwa 5-10 % der Energie eingesetzt werden muss, die bei der Primärerzeugung für die gleiche Menge Aluminium eingesetzt werden müsste.

Bei den Aluminium-Materialien unterscheidet man in puncto Reinheit und Beschaffenheit unter anderem zwischen Alu Guss, Alu-Knetlegierungen, Alublechen, Alu-Altblechlegierungen, sogenannten Taint Tabor. Twitch bezeichnet gemischten, meist vorsortierten, Aluschott aus Knet- und Gussanteilen. Das Ziel der Aufbereitung ist es, möglichst hochwertiges Aluminium beim Aufbereiten zu gewinnen, also frei von störenden Legierungsanteilen oder Störstoffen. Verfahren wie die Schwimm-Sink-Trennung (sog. DMS – Dense Media Separation) kommen dabei an ihre Grenzen, da diese nur Aluminiumgemische erzeugen können. Eine sortenreine Trennung nur aufgrund des Dichteunterschiedes ist technisch nicht möglich.

Als weitergehende Sortiertechnik kommt deshalb i.d.R. eine sensorbasierte Technik, z. B. die XRT-Sortierung zum Einsatz. Mit diesen zum Teil mehrstufigen Sortierverfahren können hohe Reinheitsgrade des Aluschrottes (arm, bzw. reduziert an Silizium, Kupfer und Zinkanteilen) produziert werden. Die Reinheit des recycelten Aluminiums wird dann mittels Analyseberichten nachgewiesen, denn letztlich zählen hier die passenden Elemente und Zusammensetzungen für das Zielprodukt.

Haufen aus Schredderleichtfraktion mit verschiedenen Materialien

Twitch im Metallrecycling

Als Twitch bezeichnet man typischerweise gemischten Aluminiumschrott aus dem Autoschredder. Es entsteht z.B. aus der Aufbereitung von Zorba. Hierzu wird Magnesium sowie Leicht- und Schwermetalle vom Aluminium abgetrennt. Der Anteil an Eisen, freiem Zink und Magnesium muss jeweils kleiner 1% sein. Zudem dürfen maximal 2% anderer Fremdbestandteile wie Gummi oder Plastik enthalten sein. In der Praxis wird das Twitch-Material mittels Sensortiergeräten oder Kombinationssortiergeräten gewonnen. Man kann Twitch auch vereinfacht als ein Gemisch an Knet- und Gussaluminium mit geringen Verunreinigungen bezeichnen.

Haufen aus Schredderleichtfraktion mit verschiedenen Materialien

Was ist Zurik?

Bei Zurik handelt es sich um geschredderten NE-Schrott. Es ist in der Regel ein Metallgemisch aus Metallen und Verbundstoffen, die vom Wirbelstromscheider abgeschieden (nicht erkannt bzw. sortiert) wurden (sie werden auch als VA-Reste oder im Englischen Eddy Drop bezeichnet). Separiert wird es nach dem NES-Sortierer mittels weiterer Sensorsortiertechnik. Zurik ist in der Regel frei von Eisen und liegt meist in einer Reinheit von 70-80% vor, je nachdem wie oft es aufkonzentriert wurde. Typische metallische Bestandteile sind Edelstahl, isolierter Kupferdraht, Platinen, Kupferverbunde, Blei, Zinn und Zink (Reinform oder legiert) sowie ggf. Nickel. Also auch Metalle, die vom NES-Sortierer bzw. Eddy Current Sortierer nicht korrekt erkannt wurden.

Haufen aus Schredderleichtfraktion mit verschiedenen Materialien

VA-Reste

Haufen aus Schredderleichtfraktion mit verschiedenen Materialien

E40 oder auch Schredderschrott

E40 ist geschredderter Stahlschrott. Das eisenhaltige Material ist magnetisch und wird typischerweise mittels Permanent- und/oder Elektromagneten gewonnen. Die Eisenseparation erfolgt dabei sehr früh im Recyclingprozess. Das Material sollte möglichst frei von Fremdbestandteilen sein. Er muss frei von sichtbarem Kupfer (z.B. Meat Balls), Zinn und Blei (auch Legierungen) sein. Auch organische Bestandteile oder Schutt werden von den Gießereien kritisch gesehen, da diese die Produktion von grünem Stahl erschweren. Deshalb erfolgt vor dem Einschmelzen in der Regel eine chemische Analyse der genauen Materialzusammensetzung. Mittlerweile liegt ein großer Augenmerk auf der Reinigung der FE-Fraktionen mittels zusätzlicher Siebmaschinen, um Feinkornanteile abzutrennen oder das Schüttgewischt zu erhöhen. Ebenso werden zusätzliche Magnete oder auch Sensortechnik im Eisenstrom eingesetzt, um gezielt metallische Störstoffe abzutrennen.

Haufen aus Schredderleichtfraktion mit verschiedenen Materialien
Arbeiter vor einem großen Haufen Elektroschrott in einer Recyclinganlage.

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