Errichtung neues Werk für Produktion von Maschinen-Großteilen

Errichtung neues Werk für Produktion von Maschinen-Großteilen

BOCHOLT Seit 2002 arbeitet die Spaleck GmbH & Co. KG für die Flender AG. Dabei wurde die Fertigung von kleinen und mittleren Maschinenteilen für den Weltmarktführer von Windkraftgetrieben in den vergangenen Jahren nach und nach ausgedehnt. Jetzt aber stößt diese Zusammenarbeit in neue Dimensionen vor. Die beiden Bocholter Firmen schlossen einen Kooperationsvertrag ab, bei dem Spaleck als strategischer Partner erstmalig Großteile für die Flender AG und insbesondere für deren Tochter Winergy produziert. Auf dieser Basis investiert die Spaleck-Gruppe nun 8 Millionen Euro in ein neues Werk an ihrem Bocholter Hauptsitz in der Robert-Bosch-Straße. „Das ist die mit Abstand größte Einzelinvestition, die wir je getätigt haben. Wir spielen jetzt in einer anderen Liga“, erklärte gestern Firmenchef Otto Spaleck, der das Familienunternehmen, das im kommenden Jahr sein 140-jähriges Bestehen feiert, in vierter Generation führt. Für die neue Großteilefertigung kaufte das Unternehmen unter anderem die benachbarte Immobilie der Hebing-Maschinentechnik GmbH (HMT), die ihren Sitz nach Rhede verlagert. „Uns stehen durch den Kauf rund 4000 weitere Quadratmeter Produktionsfläche zur Verfügung. Außerdem werden wir noch eine Halle mit 600 Quadratmetern anbauen“, kündigte Carsten Sühling an, der bei Spaleck die Position des Geschäftsführers Vertrieb und Einkauf bekleidet. Dass diese Immobilie jetzt, als das Angebot von Flender kam, zum Verkauf stand, sei dabei reiner Zufall gewesen. „Wir hätten uns sonst nach einem anderen Grundstück umsehen müssen, weil wir in unseren jetzigen Hallen so ein Großprojekt nicht hätten realisieren können“, sagt Andreas Ahler, Geschäftsführer Technik bei Spaleck.

Einen weiteren Großteil des Gesamtinvestitionsvolumens macht der neue, hochmoderne Maschinenpark aus. Der umfasst drei große Bearbeitungszentren. Werkstücke bis zu einem Gewicht von 7 Tonnen können hier komplett bearbeitet werden, wobei der maximale Drehdurchmesser rund 2,4 Meter beträgt. Ergänzt werden diese Bearbeitungszentren von einer hochpräzisen vollautomatischen 3D-Messmaschine. „Wir werden 20 neue Arbeitsplätze schaffen“, kündigte Otto Spaleck an. Angesichts des hiesigen Facharbeitermangels setze die Firma dabei vor allem auf die eigene Ausbildungswerkstatt. Über das Auftragsvolumen und die genaue Laufzeit des Kooperationsvertrages wollten beide Seiten keine Angaben machen. „Wir sind aber froh, einen langfristigen Partner vor Ort gefunden zu haben, mit dem wir schon in der Vergangenheit gut zusammengearbeitet haben“, sagt Jan-Bernd Deckers, der bei Flender für den strategischen Einkauf zuständig ist. Hauptgrund für den Vertrag: Wegen der enormen Wachstumsraten im Markt für Windkraftanlagen benötige Flender zusätzliche externe Kapazitäten.

Die Spaleck-Gruppe, die 1869 in Greiz/Thüringen durch Otto Spaleck gegründet wurde, besteht heute aus 8 Firmen an 5 Standorten, wobei der Hauptsitz in Bocholt ist. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 235 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz betrug zuletzt 39 Millionen Euro.

Quelle: BBV 14.10.2008